Gedanken...


Impulse - Herausforderungen für die Fastenzeit - finden Sie unter dem folgenden Link:

 

11.02.2021 - Impuls

Karneval


Heute ist Weiberfasching, was zwar in Borken und Homberg nicht mit einer Veranstaltung gefeiert wird, aber der Aufhänger des heutigen Impulses sein soll.

Karneval - das ist eine Zeit, die einfach anders ist, als der Rest des Jahres, mindestens für die, die den Karneval mögen.


Fröhlich und ausgelassen feiern, singen und schunkeln, beim Verkleiden in eine andere Haut schlüpfen, einfach das Übliche beiseiteschieben und unbeschwert sein dürfen. Die karnevalistischen Veranstaltungen bieten allerlei Augen- und Ohrenschmaus, da kommt Freude auf, man staunt, man lacht, das Herz geht auf. Balsam für die Seele.

Das alles fehlt in Corona-Zeiten! Kein Fasching, der den grauen Vorhang der tristen, abstandsgeregelten, Masken-bestimmten Zeit aufreißt.


Mit dem Wissen, dass diese Einschränkungen zu unser aller Schutz ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als geduldig auf die nächste Karnevalskampagne zu warten!


Ein Tipp:

Mit den Homepages des KCV (Katholischer Carnevals Verein Homberg/Efze) https://www.kcv-homberg.de

 

und des BCC (Borkener Carneval Club 1961 e.V.) 

https://bcc-1961.de

 

kann man sich die „tollen Tage“ ein bisschen bunter machen!



Maria Frank


BCC Kappe
 
 

09.02.2021 - Impuls

„Schneemassen“


In den vergangenen Tagen hat es hier ziemlich viel geschneit. Wobei „ziemlich viel“ relativ ist. In den Alpen wären diese „Schneemassen“ sicherlich keine Besonderheit. Für Nordhessen jedoch schon. Es ist Winter – Schnee ist im Winter etwas Normales.

Wann, wenn nicht jetzt, soll es schneien.

Das Verhalten der Autofahrer*innen und Fußgänger*innen ändert sich schlagartig, wenn die Straße und der Gehweg weiß sind. Manche sind genervt, andere gelassen.


In der Folge des Schneefalls habe ich erlebt, wie sich Abläufe verlangsamen, Autofahrten auf das absolut notwendige reduziert werden und Termine verschoben werden. Beim Schneeschieben gibt es so manches interessante Gespräch, das es sonst nicht geben würde.


Mit einer Portion Gelassenheit kommen wir bestimmt gut durch diese Zeit mit Schnee und Kälte und können aufmerksam für das sein, was uns diese Zeit ermöglicht.


Gelassenheit hilft – bei den „Schneemassen“ – und auch in vielen anderen Bereichen des Lebens.


Schnee vor Haus
 
 

04.02.2021 - Impuls

Grenzschließungen


Aktuell schließen verschiedene europäische Länder ihre Grenzen, so z.B. Frankreich. Auch in Deutschland gelten seit vergangenem Samstag starke Einreisebeschränkungen. Grund ist die Sorge vor der Ausbreitung neuer Corona-Virus-Mutationen.


In den letzten Jahren und Jahrzehnten konnte ich viele Ländergrenzen überschreiten. Ich genoss es, fast überallhin reisen zu können, wohin ich wollte. Fremde Länder, Kulturen, gemeinsam mit anderen zu unterwegs sein – all das hat etwas Faszinierendes für mich.


Gleichzeitig verstehe ich, dass in der aktuellen Situation die Grenzschließungen meinem eigenen Schutz und dem anderer dienen. Eine Vorsichtsmaßnahme, die hoffentlich eine weitere und schnellere Ausbreitung der Mutationen unterbindet. Eine Beschränkung, die viele weitere Erkrankte und auch Tote verhindern soll.


Grenzen – sie haben unter anderem eine Schutzfunktion. Das gilt auch für meine inneren Grenzen.


Auf mich persönlich übertragen, kann ich fragen:

· Wo sind meine persönlichen Grenzen? – Wo sind sie mir vorgegeben? Wo setze ich sie ganz bewusst?

· Wo sind sie gut und wichtig? Wo schützen sie mich?

· Gibt es bei mir innere Grenzen, die mich behindern oder blockieren? Wer oder was könnte helfen, diese Grenzen zu weiten?

Grenze
 
 

02.02.2021 - Impuls

AHA + L


Im Herbst verlagerte sich das Leben von draußen mehr in die Häuser hinein.
Zu den AHA – Regeln kam das L, das Lüften, hinzu.


Geschlossene Räume bieten Wärme und Schutz. Das ist sehr behaglich, besonders wenn es draußen unangenehm wird. Allerdings befinden wir uns in einem engeren Raum - vielleicht auch im übertragenen Sinne -  im gleichen Dunstkreis.


Zum Lüften werden Fenster geöffnet. Die verbrauchte Luft entweicht.

Neue, frische und sauerstoffreiche Luft weht herein.

Das Atmen und das Denken fallen leichter.

Ein bestimmter Rhythmus entsteht, wenn wir nach den empfohlenen 20 Minuten jeweils das Fenster öffnen. So kann aus dem Wollen eine bewusste Handlung werden.


Vor über 50 Jahren hat Papst Johannes XXIII durch die Öffnung eines Fensters das zweite Vatikanum eingeläutet.

Das "Aggiornamento", die Öffnung der Kirche zur Welt waren ein großes Anliegen dieses Papstes.


Ich frage mich, wann und wo öffne ich meine Fenster?

· Was will ich aus meinem Umfeld hinausgeleiten?

· Was will ich Neues herein lassen?

· Was gibt mir frischen Wind?

· Was lässt mich auf – atmen?


Offenes Fenster
 
 

28.01.2021 - Impuls

Desinfektionsmittel


An vielen Orten taucht es auf: an den Eingängen zu den Geschäften aller Art, in den Praxen, in den Banken... Auch am Eingang der Kirchen ist es zu finden: Das Desinfektionsmittel.


Vor einem Jahr hätte ich über das Desinfektionsmittel den Kopf geschüttelt. Heute ist es ein Alltagsgegenstand. Ja, ich gebe zu, ich suche das Desinfektionsmittel, wenn ich ein Geschäft betrete und vermisse es, wenn es nicht da ist. Vermutlich wird es die Pandemie überdauern…

Das Desinfektionsmittel soll mich schützen, Gefahren abwehren, ein Gefühl von Sicherheit geben.


Wenn ich dies in andere Bereiche des Lebens übertrage, dann kann ich mich fragen:

Wo und vor was möchte ich mich schützen?

Was (Wer) soll nicht an mich heran kommen oder mir zur Gefahr werden?

Wer und was gibt mit Sicherheit im Alltag?


So wird das Desinfektionsmittel zu einer Anfrage an mich. Es macht mich darauf aufmerksam, dass ich für mich verantwortlich bin: für meine Selbstfürsorge, für meine Psychohygiene, für meinen Lebensstil.


Auch diese Verantwortung überdauert diese Zeiten...


Desinfektionsmittel
 
 

26.01.2021 - Impuls

Kontaktpflege


Festnetztelefon, Handy und Laptop sind für mich zurzeit wichtige Dinge, um mit meinen Freund*innen und Bekannten in Verbindung zu bleiben.

(Video)telefonie, Messenger-Dienste, SMS, Mail, Soziale Netzwerke… Der Austausch mithilfe dieser Medien ermöglicht mir mitzubekommen, wie es Personen aus meinem Umfeld geht und was sie bewegt - auch in Zeiten von starken Kontaktbeschränkungen


Solche „Begegnungen“ ersetzen keine analogen Treffen. Und doch fallen mir viele Beispiele ein, wo trotz der räumlichen Distanz eine wirkliche Nähe spürbar wurde.

Ich merke, dass ich dort, wo ich kein Live-Bild von meinem Gegenüber habe, genauer hinhöre oder versuche „zwischen den Zeilen“ zu lesen. Dabei spüre ich häufig, wie groß die Freude auf beiden Seiten ist, mal wieder etwas voneinander zu hören oder sich zu sehen. Ich vermute, es geht vielen von uns so.


Für mich lohnt es sich deshalb, immer wieder diesen oder ähnlichen Fragen nachzugehen:

· Wie pflege ich zurzeit meine Kontakte?

· Welcher Gruß, welcher Anruf oder welches gute Wort haben mir in letzter Zeit besonders gut getan?

· Wem möchte ich in den nächsten Tagen bewusst Zeit schenken? Welcher Weg ist für den Kontakt mit dieser Person besonders geeignet?


Geräte
 
 

21.01.2021 - Impuls

Das Foto zeigt geschlossene Ladentüren an einem Mittwochvormittag.


Seit dem 21. Dezember ist ein solches Bild überall zu sehen. Vor Weihnachten war der Schreck für jene Menschen groß, die noch nicht alle Geschenke eingekauft hatten. Auch jetzt bremsen uns die verschlossenen Türen.

Wir bekommen vor Ort die Dinge des täglichen Bedarfs…(also) Lebensmittel, Medikamente und Drogeriebedarf.

Bei anderen Waren kann vorher Bestelltes abgeholt werden.

Das ist eine gute Möglichkeit, aber es erfordert andere Wege – auch andere Denkwege…

Zu manchen Gelegenheiten fehlt mir das ein oder andere.


Ich muss improvisieren,
Altes wieder hervorholen, abstauben und manchem eine neue Funktion geben.

Etwas ausgebremst zu sein verändert die Wahrnehmung, verändert die Werte und lässt Neues entdecken oder Altes neu entdecken.

Dabei stellen sich mir die Fragen:

  • Benötige ich wirklich alles, was ich mir wünsche?
    Manch ein Wunsch vergeht, wenn der Wunsch nicht gleich erfüllt wird.
  • Was belastet mich sogar? Wovon sollte ich mich verabschieden?
  • Was besitze ich, das jemand anderem eine Freude bringen kann?
  • Was ist mein „täglich Brot“, was brauche ich wirklich?


Ladenzeile
 
 

19.01.2021 - Impuls

Hoffnungszeichen


Vor etwa drei Wochen haben mobile Impfteams mit Impfungen gegen das Corona-Virus in Altenheimen und Kliniken begonnen. In diesen Tagen öffnet in unserer Region das Impfzentrum in Kassel. Weitere Orte sind vorbereitet und sollen in den nächsten Wochen folgen – auch eines in Fritzlar.


Für mich ist der Impfstart ein Hoffnungszeichen in eine bedrückende Situation hinein.
Ein Schritt, der mich den Blick nach vorne richten lässt. Er lässt mich hoffen, dass ich in einigen Monaten wieder mit Menschen, die mir wichtig sind, unbeschwerter zusammen sein kann. Insgesamt nährt er bei mir die Zuversicht darauf, dass wir wieder mehr Gemeinschaft haben können.


Es ist ein Hoffnungszeichen in der aktuellen Zeit.

Ich bin überzeugt davon, dass ich in meinen Alltag weitere solcher Zeichen finde, die ich mitunter gerade aus verschiedenen Gründen übersehe. Es ist eine Suche, auf ich mich gerne begeben möchte.


Vielleicht können die folgenden Fragen dabei helfen:

Was sind weitere Hoffnungszeichen, die ich in meinen Alltag erkennen kann? Was sind Dinge, die mir in der aktuellen Situation helfen und guttun?

Kann ich selbst durch meine Haltung oder eine konkrete Handlung zum Hoffungszeichen für Andere werden?


Die Antworten sind persönlich und werden bei verschiedenen Personen sicher unterschiedlich ausfallen.


Hinweisschild
 
 

14.01.2021 - Impuls

Wo geht die "Reise" hin?


Der Pfeil auf dem Fußboden der Kirche in Homberg zeigt die Richtung an. Der Pfeilt gibt den Weg vor, den die Teilnehmenden des Gottesdienstes gehen sollen.


Der Pfeil steht für mich noch für eine andere Frage:

Wohin geht die "Reise"? In welche Richtung geht das gesellschaftliche, soziale, kirchliche Leben?

Was erwartet uns in den nächsten Tagen und Wochen?

Und: Was und wer bietet mir eine Orientierung und eine Sicherheit für die Zukunft?


Viele Fragen, die unterschiedlich beantwortet werden oder zu großer Unsicherheit führen können.

Eine für alle gültige Antwort kann zurzeit wohl kein Mensch geben.

Daher bin ich selbst herausgefordert, in den Unsicherheiten der Zeit, meinem Leben eine Richtung und eine Ausrichtung zu geben.

Wonach richte ich mich aus? An wem und was richte ich mich aus um möglichst unbeschadet durch diese Zeit zu kommen?

Bei allen äußeren Vorgaben braucht es die individuelle Entscheidung.


Pfeil
 

12.01.2021 - Der Start nach den Ferien...

...das war in den vergangenen Jahren immer gleichbedeutend damit, dass viel Leben zurück in die Schule und die Kindertagesstätte kehrte. In dieser Woche ist es anders: Nur die Abschlussklassen kehren in den Schulen vollständig zum Präsenzunterricht zurück. Die Klassen ab Jahrgangsstufe 7 haben verbindlichen Distanzunterricht und in den unteren Jahrgängen sind die Eltern dazu aufgerufen, die Kinder wann immer möglich zu Hause zu lassen.

Der gleiche Aufruf gilt ebenso für die Kinder in den Kindertagesstätten. Leere Flure, verwaiste Klassen-, Spiel- und Lehrerzimmer prägen nun das Bild unserer Schulen und Kitas.

Eindrücke und Wünsche aus der Kita und Schule dazu:


Aus der Kita:


Es heißt weiterhin durchhalten!

Die außergewöhnliche Lage, die der Coronavirus mit sich bringt hat den Kindergartenalltag auf den Kopf gestellt und nicht alle Kinder können die Kita besuchen.

Wir vermissen unsere Kinder sehr. Trotz allem bleiben wir in Kontakt, bieten uns gegenseitig Hilfe an und schenken den kleinen Dingen des Alltags Aufmerksamkeit und freuen uns daran.

Wir hoffen, dass die „Kita-Tür“ bald wieder für alle geöffnet wird.


Hannelore Schippany, Leiterin der Kita Christus Epheta, Homberg

Eingang Kita Homberg
 


Aus der Schule:


Was vermisse ich in dieser Zeit: Die Gestik und Mimik bei den Schülern richtig zu deuten, da die Masken die Hälfte des Gesichts verdecken. Im DistanzUnterricht muss öfter der Ton und das Bild ausgeschaltet werden, damit die Übertragung gewährleistet werden kann. Somit kann man zusätzlich noch nicht einmal die verbalen Reaktionen wahrnehmen. Das macht Unterricht nicht nur anders sondern auch sehr schwer, man Arbeitet mit und gegen eine Maschine und nicht mit dem Schüler.


Bernd Hermann, Lehrer und Organisationsleiter der Ursulinenschule Fritzlar

Klassenraum Ursulinenschule Fritzlar