Gemeindeleben 2013 - Text: PGR-Sprecher Eckhard Böth

Verabschiedung von Pfr. Winfried Hahner am 20. Januar 2013

Mit der Feier der Heiligen Messe am Sonntag, den 20. Januar 2013, verabschiedete sich Pfarrer Winfried Hahner nach 16 Jahren aus unserer Gemeinde. Konzelebranten waren der Dechant des Dekanates Fritzlar, Stadtpfarrer Jörg-Stefan Schütz aus Fritzlar, und Kaplan Florian Böth aus Fulda-Maberzell. Musikalisch begleitete die Musikgruppe „Christus Epheta“ den Gottesdienst.

 
 

Nach der Messfeier überbrachte der Dechant des Dekanates Fritzlar, Stadtpfarrer Schütz, die Grüße und den Dank der Bistumsleitung für die 16 Jahre in Homberg. Er überreichte das Modell eines Omnibusses und erklärte die besondere Bewandtnis dieses Geschenkes: Omnibus heißt auf Deutsch „für alle“, und so wie ein Omnibus für alle da sein muss, muss auch ein Priester für alle da sein. Und in Pfarrer Hahners Homberger Bus hatten alle Platz – die unterschiedlichen Charismen in der Gemeinde, die Konservativen und Progressiven, die Kirchennahen und die Kirchenfernen. Alle wurden von ihm zusammengehalten. Stadtpfarrer Schütz machte auch deutlich, dass der Busfahrer Hahner an den Haltestellen des Lebens wie Taufe, Erstkommunion, Firmung, Hochzeit und Beerdigung verantwortungsvoll die Menschen einsteigen ließ. An die Gläubigen appellierte der Dechant, das Gemeindeleben zu unterstützen und die Aktivitäten beizubehalten, denn ein Bus besteht nicht nur aus dem Fahrzeug und dem Fahrer. Ein Bus ist erst dann interessant, wenn er auch besetzt ist.

Der Sprecher des Pfarrgemeinderates, Eckhard Böth, sprach für alle Menschen und Gruppen der Pfarrei. Die Gemeinde könne die Entscheidung verstehen und hoffe auf eine gute Zukunft in Pilgerzell. Eckhard Böth schilderte in seiner Rede die segensreiche Arbeit, die Pfr. Hahner in seinen 16 Homberger Jahren leistete. Die Verwaltung der Pfarrei und die damit verbundenen Ereignissen wie Renovierungen von Kindergarten, Kirche und Pfarrhaus und die Übergabe des Altenheimes St. Marien an die Caritas wurden tatkräftig und weitsichtig angegangen. Und in seelsorgerischer Hinsicht wurden die Gläubigen oftmals durch neue Wege der Verkündigung überrascht. Und immer hat Pfr. Hahner es verstanden, die Gemeinde in einer sich wandelnden Kirche lebendig zu halten.

Die überreichten Geschenke hatten symbolischen und praktischen Wert: So sollte z.B. ein Schaukelstuhl den Wunsch ausdrücken, in Zukunft mehr Zeit für sich zu haben. Und eine vom Offenen Frauenkreis gestaltete Kerze sollte ein bisschen von dem Licht mit nach Pilgerzell nehmen, das Pfr. Hahner in Homberg entzündet und am Brennen gehalten hat. Das wohl längste Geschenk waren viele Wünsche und Gedanken von Gemeindemitgliedern, die zu einem Leporello zusammengefügt wurden. Eckhard Böth sagte für alle Menschen der Gemeinde dem scheidenden Pfarrer ein herzliches „Vergelt’s Gott“ und ein ebenso herzliches „Gott befohlen“ für die neue Aufgabe in Pilgerzell.


Für den Ökumenischen Arbeitskreis und die evangelische Stadtkirchengemeinde dankte Pfr. Friedrich Heidelbach für die gute Zeit miteinander und erinnerte an viele gemeinsame Veranstaltungen und Begegnungen. Gern habe man sich von Pfr. Hahners Ideen inspirieren lassen; glaubwürdig und authentisch habe er seine christliche Überzeugung ins Gespräch gebracht, immer sei er offen für das Evangelische und die Ökumene gewesen. „Wir lassen Sie gerne gehen, weil wir Sie geborgen wissen in Gott und seiner Liebe“. Als Geschenk überreichte Pfr. Heidelbach „Das große Buch der Bibelreime und Büttenpredigten“, auch wenn er, wie er schmunzelnd bemerkte, nie die Aktivitäten von Pfr. Hahner im Karneval verstanden hat.

Für die politische Gemeinde erinnerte Bürgermeister Martin Wagner an Projekte, die gemeinsam durchgeführt wurden, an die Finanzierung des Kindergartenumbaues, an den Hessentag und auch an die geplante Neuorganisation des Friedhofes. Zur Erinnerung an 16 Jahre und als Dank der Stadt Homberg überreichte der Bürgermeister ein Bild der Stadtkirche St. Marien.

Die Leiterin des Alten- und Pflegeheims St. Marien, Frau Bozena Perek, bedankte sich zusammen mit ihrer Stellvertreterin, Frau Valentina Wagner, herzlich im Namen aller Mitarbeiter für die langjährige tolle Zusammenarbeit, die geprägt war von Miteinander und Toleranz. Eine Flasche guten Rotweins und die rechtzeitige Einladung zur diesjährigen Weihnachtsfeier bekam Pfr. Hahner mit auf den Weg.

Der Katholische Carnevalsverein KCV gehört tief verwurzelt zur Gemeinde, sagte Sitzungspräsident Jörg Kochowski. Er erinnerte an die Tippelbrüder Pfarrer Hahner und Dekan Grigat, die lange Jahre zum Sitzungsprogramm des KCV gehörten und überreichte den neuen Präsentationsorden.

 
 

In seinem Schlusswort bedankte sich Pfarrer Hahner für die vielen guten Worte und guten Gaben. Er freute sich, dass die Gemeinde seinen Dienst so positiv gesehen hat. Um Nachsicht bat er für all das, was schief ging, weil er unaufmerksam war oder nicht richtig zuhörte oder auch falsch entschied.

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Nach dem Segen und dem gesungenen Irischen Segenswunsch traf sich die Gemeinde im Pfarrheim zum Abschiedstrunk.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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